Künstler*innen

HELENA ADLER

geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg in einem Opel Kadett. Lebt als Autorin und Künstlerin in der Nähe von Salzburg.

Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. Diverse Ausstellungen und Kunstaktionen, Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften.

Ihren Erstlingsroman Die Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung) beschreibt sie in drei Sätzen so:
Ich erzähle die Geschichte eines Bauernmädchens, eines Aschenputtels, das anstatt gläserner Schuhe dreckige Stallstiefel trägt. Es will die bösen Stiefschwestern zur „Ernte am Watschenbaum“ zwingen, und es gefällt ihm, wenn Hämoglobinrot auf den Asphalt spritzt, weil es einmal Jackson Pollocks drippings studieren möchte. Eine kratzbürstige Alice im Hinterland, die gelernt hat, sich zu wehren. (buchreport.de)

 

XAVER BAYER

geboren 1977 in Wien. Seit dem Studium der Philosophie und Germanistik lebt Xaver Bayer ebendort als freier Schriftsteller.
Begründer der digitalen Literaturplattform Die Flut (2000). Er schuf bisher Romane, Erzählungen, Theaterstücke und als Co-Autor ein Drehbuch. Werke von ihm wurden fürs Theater adaptiert und vertont.

2020 erschien Geschichten mit Marianne (Jung und Jung):
Es beginnt immer bei Null, frisch und unschuldig, mit einem harmlosen Vorhaben, einer nicht ganz alltäglichen Aufgabe oder der Idee zu einem kleinen Abenteuer. Das kann ein Waldspaziergang sein, ein Ausflug zu einem Perchtenlauf, ein Besuch auf einem Flohmarkt oder in einem Swingerclub, eine Prüfung, die als Spiel nur schlecht getarnt ist. Und immer sind es dieselben zwei, er und Marianne, die sich am Ende einer Wirklichkeit ausgesetzt sehen, in die das Unerwartete mit dem ganzen Schrecken eines Alptraums einbricht, der blanke Horror, etwas, das sich ihrer Kontrolle entzieht und dem nicht zu entkommen ist. Auch wenn es sie das Letzte kosten könnte, sie riskieren es, als gäbe es auf dieser Welt nichts mehr zu verlieren. (jungundjung.at)

 

JULYA RABINOWICH

1977
entwurzelt & umgetopft nach Wien
1993 – 1996
Studium am Institut für Translationswissenschaften, Wien
1998 – 2006
Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Diplom
2006 – 2011
Arbeit als Simultandolmetscherin im Rahmen von Psychotherapie- und Psychiatriesitzungen mit Flüchtlingen für Diakonie und Hemayat, Zentrum für Folter-und Kriegsüberlebende
ab 2012
Beiträge u.a. für Ö1, Falter, DIE ZEIT

Für ihren Debütroman Spaltkopf (2008) erhielt Julya Rabinowich u.a. den Rauriser Literaturpreis (2009). 2011 nahm sie an den Tagen der deutschsprachigen Literatur (Bachmann-Preis, Shortlist) teil. Ihr Debütroman Spaltkopf wurde in mehrere Sprachen (u.a. Englisch) übersetzt.

 

SAITENFALTER

Margit Gruber – Violine
Raphael Schuster – Schlagzeug
Carles Muñoz Camarero – Cello
Tobias Pöcksteiner – Kontrabass

Brodelnde Saiten, bebende Becken, flirrende Trommeln: mit Geige, Cello, Kontrabass und Schlagzeug werden akustische Klänge bis aufs Äußerste ausgereizt. Dabei wird stets ein spannungsgeladener Balance-Akt zwischen auskomponierten und vollkommen improvisierten Passagen vollzogen.
Das Repertoire der Band umfasst hauptsächlich Eigenkompositionen aller Bandmitglieder. Stilistisch will sich Saitenfalter jedoch nicht allzu leicht einordnen lassen; die Besetzung spricht für sich.

 

TURUMTAY ZARIC

Efe Turumtay und Nikola Zarić touren als Violine-Akkordeon-Duo von Wien aus durch die weite Welt um neue Wege der modernen Kammermusik zu beschreiten:

Efe Turumtay / Violine
Geboren 1984 in Istanbul, lebt er seit 2004 in Wien. Seine Ausbildung erhielt er am Konservatorium der Istanbul Universität und des „Vienna Music Institute“ mit dem Schwerpunkt Jazz Geige, sowie bei Workshops mit Mike Stern, John Abercrombie und Bill Frisell.
Nikola Zarić / Akkordeon
Geboren 1992 in Wien, studierte er am Franz Schubert Konservatorium und war Preisträger bei mehreren klassischen und Volksmusik-Wettbewerben in Italien, Deutschland, Tschechien, Österreich und am Balkan.

„Die beiden sind Musik-Alchemisten, die alles veredeln was sie angreifen. Turumtay und Zarić spielen in einer eigenen Liga. Das wird deutlich wenn sich die Akkordeon-Tasten in Percussion verwandeln, oder die Violine die innere Mandoline hervorkehrt und so dem Rhythmus, ganz en passant, eine neue, charmante Variante verleiht. Oder, da mündet plötzlich ein knackig vor sich hin galoppierender Balkangroove durch die melodienreiche Vielfalt der Geige in einen sehnsuchtsvollen Flamenco, der das Herz berührt und gleichzeitig weiter zur Ausgelassenheit anregt. Ihre ruhigen, manchmal auch melancholischen Kompositionen wiederspiegeln eine tiefe europäische Entsprechung des Blues.“
(Harald Tautscher)