Der Verein

Seit 2016 wird das Literaturfestival Wald.Lesungs.Viertel vom Verein Buchenleser jeweils an einem Wochenende im September in und rund um den Vereinssitz in Zwettl veranstaltet.

Obwohl die meisten Mitglieder, rund zehn Studentinnen und Studenten, mittlerweile in Wien wohnen, haben wir alle nach wie vor einen starken Bezug zum Waldviertel. Das gemeinsame Interesse und der Wunsch, die Region um eine innovative Veranstaltung zu bereichern, brachten uns zusammen und ließen uns diesen Verein gründen.
Da sich das Waldviertel durch den Wald stark definiert, wollen wir Natur und Kultur im Zuge der Veranstaltung vereinen. Wir möchten zeitgenössische Literatur in unserer Heimat verbreiten und vor allem auch das junge Publikum ansprechen. Das Festival wollen wir zu einem Fixpunkt in der Waldviertler Kulturszene entwickeln.

 

Marlene, die Erste

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Baum der Erkenntnis

Marlene hat Germanistik und Psychologie/Philosophie auf Lehramt, manchmal auch Linguistik studiert.
Bei den Buchenlesern schreibt und liest sie gerne mit rosaroter Brille Texte, schickt das Gelbe vom Ei dann an andere und hofft, dass am Ende des Tages nicht alle schwarzsehen. Sie ist verliebt in Diminutivleins und würde am liebsten in jeden Satz Superlative und Konjunktive einbauen. Das Waldviertel fängt für sie in hohen Wäldern an und hört bei flachen Feldern auf. Wenn sie ein Buch bekommt, liest sie meistens den letzten Satz am Anfang.

Elisa, die Schatzmeisterin

Springinkerl am Binkerl

Elisa arbeitet bei der Leaderregion Wachau-Dunkelsteinerwald und setzt die er-studierte Theorie von Landschaftsplanung und ökologischer Landwirtschaft in die Praxis um.
Bei den Buchenlesern ist sie ein bisschen verantwortlich für alles, fürs Geld noch mehr. Sie gondelt gerne in der Weltgeschichte herum, glaubt an das Gute im Menschen und an die Macht eines Gläschens Wein. Das Waldviertel ist für sie ein bisschen Märchen und ein bisschen Tragikkomödie.  Wenn sie ein Buch liest, läuft das Kopfkino.

Magdalena, die Aktive

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Magdalena klettert gerne, nicht nur auf Bäumen

Magdalena studiert Konservierung und Restaurierung.
Bei den Buchenlesern stellt sie so manche Idee auf den Kopf. Sie reist gerne und findet, dass auch Bücher durch möglichst viele Hände gehen sollen, anstatt im Regal zu verstauben – bis sie schlussendlich nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern auch die der LeserInnen erzählen können. Das Waldviertel bedeutet für sie Zeit zur Entspannung, Verbundenheit zur Natur und Raum für Kreativität.  Wenn sie ein Buch fertiggelesen hat, das sie intensiv beschäftigte, ist es meistens ganz „zerlesen“.

Raphael, das scharfe Auge

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„Der Hochwald“

Raphael ist Student der Geschichte und der Germanistik.
Bei den Buchenlesern ist er seit Beginn Herr über alles Visuelle und die grafischen Sachen-die-da-zu-tun-sind. Er findet es schwierig, sich selbst zu beschreiben. Das Waldviertel findet er gerade deshalb schön, weil es so leer ist.  Wenn er ein Buch zu lesen beginnt, dann schwört er sich, es auch auszulesen – bisher wirklich fast immer erfolgreich.

Katharina, die Fährtenlegerin

Rot unterm Vogelbeerbaum.

Katharina ist Studentin der Psychologie und der Kunstgeschichte.
Bei den Buchenlesern sucht sie die schönsten Orte zum Lesen und Lauschen und lugt gern mal auf die andere Seite der Mauer. Sie mag Rot und Grün und Geschichten mit unverhofftem Ende. Das Waldviertel findet sie am schönsten im Sommer. Wenn sie ein Buch nicht ausstehen kann, nutzt sie es, um Blumen darin zu trocknen.

Agnes, die eloquente Hedonistin

Lest dieses absurd-komische, tolle Werk und überzeugt euch selbst!

Agnes hat bis vor kurzem leidenschaftlich gern Kultur- und Sozialanthropologie studiert.
Bei den Buchenlesern ist sie für die Allüren der Künstlerinnen und Künstler zuständig und dass sie gut gebettet und rundum versorgt sind. Sie hat neben dem Lesen große Freude am Herumdüsen auf dem Radl und an Reisen in alle möglichen Länder dieser schönen Welt. Das Waldviertel ist für sie ein Ort, wo ihre Mama sie sonntags noch manchmal wecken kommt. Wenn sie ein Buch empfehlen müsste, wäre es Horvaths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ und das tut sie hiermit auch mit ihrem Foto.

Flora, der virale Publikumsgenerator

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Flora bleibt auf den Büchern sitzen, anstatt sie zu lesen

Flora studiert Szenografie an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Bei den Buchenlesern bemüht sie sich um ZuhörerInnen für die VorleserInnen. Sie würde selbst gerne viel mehr lesen, aber tut es nicht und weiß nicht warum – Wien vertreibt die Zeit zu sehr. Das Waldviertel hingegen, ganz anders, drückt ihr einen Schmöker in die Hand und hüllt die beiden in trauter Zweisamkeit tagelang in seine Ruhe ein. Wenn sie ein Buch also wirklich lesen will, vielleicht noch ein zweites, dann dürfen sich die Eltern freuen, dass die Kleine wieder nach Hause kommt.

Georg, das offene Ohr

Sag wer mag das Männlein sein …  ♫

Georg scheitert hauptsächlich, geht aber oft auch auf die Musikuniversität oder die Nerven.
Bei den Buchenlesern gehts ihm immer gut, auch wenn er wieder zu spät auf eine Sitzung kommt. Er hat einmal um 3 Uhr nachts einen Falafelkebap in einem Standl zubereitet, fünf Euro an Wikipedia gespendet und für einen JungbäuerInnen-Kalender gepost (Nein, die Fotos gibt’s nicht mehr, auch nicht gegen Bezahlung). Das Waldviertel vergleicht er mit einer tropischen Insel wo die Sonne nie hinscheint – Gegend wia’ra Kölla. Wenn er ein Buch länger als zehn Minuten bei sich trägt, ist es auch schon zerknuddelt – Bibliothekar wird‘a kana.